Zu Beginn der Pandemie bzw. am Anfang des Lock downs war die Zustimmung der Ugander zu den Maßnahmen der Regierung recht groß. Es gab haufenweise #stayhome #staysafe Nachrichten. Wie überall auf der Welt, sangen auch hier die Musiker Lieder.

Parlamentarier und oppositioneller Präsidentschaftskandidat, Robert Kyagulanyi aka Bobi Wine
Die Masaka Kids mit ein paar dramatischen Einlagen

Mit fortwährender Dauer verlieren die Maßnahmen an Akzeptanz. Die Regierung wirft der Bevölkerung vor, sich nicht an Vorschriften zu halten, was sie als Anlass nimmt, die Einschränkungen nicht zu lockern. Das kann groteske Züge annehmen und die Ugander haben hier auch ihren eigenen Humor damit umzugehen – wie hier auf dem Bild angedeutet.

„Maskenverkäufer verhaftet wegen Nicht-Tragen einer Maske, von Polizisten die keine Masken trugen.“

Der Spiegel hatte am 20.6. in einem Interview mit der Menschenrechtlerin Stella Nyanzi auf die Situation in Uganda hingewiesen. Für die Mächtigen scheinen die Umstände eine Versuchung darzustellen. Ein Nachbar hat gemeint: „Die Leute arm zu halten ist eine Strategie. Arme Leute kann man leicht manipulieren.“

Was wir oft in Uganda im Zusammenhang mit Covid-19 (und auch sonst) hören: „Gott wird uns beschützen.“ Oder wie die Makaka Kids sagen „Gott ist auf unserer Seite.“ Bei allem was in den Nationen so missraten ist, ist das tatsächlich ein Lichtblick, der Blick auf Gott. Die Marktfrau, bei der wir oft Früchte und Gemüse kaufen, hat letztens die Lobpreismusik angedreht und gemeint: „We are here, worshipping God“.

(Der Titel ist eine Stilblüte von einem Bekannten. Luganda mischt sich irgendwie ins Englische und manchmal wird das Entschlüsselung einer SMS zur kreativen Denksportaufgabe.)

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