Etwas verspätet möchte auch ich meinen Beitrag zum Welttoilettentag leisten. Diesen Kasten hab ich Anfang Dezember in Kampala gesichtet. Zu sehen ist, wie Kostbares bewahrt und entwendet wird.

Bei einem meiner Gänge zur Notdurft an der Uni fiel mir auf, dass es dort auch kein Klopapier gibt. Das ist nicht weiter schlimm, man sollte halt darauf vorbereitet sein. Erstaunlich, mit wie wenig Lagen, nämlich einer (1), ich auskommen kann und wie wenig weich (Druckerpapier) auch noch reicht. Ansonsten fühle ich mich sehr gesegnet. In unserem Haus gibt es zwei Toiletten mit Wasserspülung. Ein echter Luxus, gehen doch die meisten am Gelände zum Plumpsklo.

Es gäbe auch Grund für ein schlechtes Gewissen beim Drücken der Klospülung. Gerade ist der nächstgelegene Brunnen im Dorf trocken gefallen. Der Brunnen ist nur wenige Meter tief und wird mit Handpumpe betrieben. Hier am Gelände haben wir aber einen tieferen Brunnen samt elektrischer Pumpe welcher auch die ganze Trockenzeit über Wasser liefert. Die Bewohner rings um könnten jetzt am Wasserkiosk, der das elektrisch geförderte Wasser anbietet, Wasser kaufen, oder sie gehen weiter zum nächsten Handpumpen-Brunnen. Vielleicht wissen die Kinder, welche die gelben Wasserkanister heimwärts tragen, dass ich unter Umständen genau so eine Kanisterfüllung am Tag das Klo hinunterjage. Dieses landet dann in der Klärgrube (2 Kammern). Die Fotos dazu lasse ich mal hier weg. Nur so viel: Die Kakerlaken, die dort ansässig sind, schauen manchmal nachts bei uns vorbei (die 3-Sekunden-Regel hilft hier der Schockvermeidung. Licht an, 3 Sekunden warten, Raum betreten).

Der reichste Mann der Welt hat seine Stiftung vor ein paar Jahren ein Preisausschreiben zur Neuerfindung der Toilette machen lassen. Eines der Teilnehmerklos wurde sogar in Uganda getestet. Bis derartige Technologie hier in Kisooba ankommt, wird es noch etwas dauern.

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